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Das größte Geschenk, was Du Deinem Kind machen kannst, eines das es für sein oder ihr Leben stärkt, ist Urvertrauen. Nichts kann das Leben des noch kleinen Menschen so stark beeinflussen wie das Urvertrauen, dass Du ihm/ ihr gibst.

Dieses Urvertrauen kannst Du Deinem Kind mitgeben, indem Du schon ab der Geburt für es da bist, ohne Einschränkungen. Es ist die Grundlage für Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und emotionale Intelligenz.

Dein Kind braucht das Gefühl, das Du da bist, ihm/ihr Aufmerksamkeit schenkst und hilfst. Das kleine Kind kann nichts alleine. Es ist vollkommen auf Dich angewiesen und Du bist seine/ihre Welt.

Urvertrauen schaffen

Wie baust Du dieses Vertrauen auf? Indem Du Dir bewusst machst, dass dieser winzige Mensch, dieser Teil von Dir, völlig abhängig von Deinem Verhalten ihm gegenüber ist. Babies machen nichts mit Absicht. Sie können auch noch als Kleinkinder nichts in einen Kontext einordnen.

Ich weiß, dass bestimmt viele Leute genervt sind, wenn ich meinem Sohn volle Aufmerksamkeit schenke, auch wenn ich gerade ein Gespräch zu führen versuche. Nur kann er einfach nicht verstehen, warum sein Bedürfnis jetzt nicht wichtig sein soll, wenn es das doch sonst ist.

Kleinkinder haben noch kein Gefühl für Zeit. Eine Minute, eine Stunde, sie können es nicht einschätzen. Wenn Du dann schon kurze Zeit nicht auf seine/ihre Bedürfnisse eingehst, versteht Dein Kind das nicht.

Ein Baby kann nicht verstehen, wenn Du ihm/ihr beibringen willst, dass es auch mal warten muss. Es merkt nur, dass seine/ihre Bedürfnisse nicht befriedigt werden, sei es nun Hunger, eine volle Windel oder das Schreien nach Aufmerksamkeit.

Das ängstigt und verunsichert das Kind, denn es kann die Zusammenhänge nicht begreifen und fühlt sich verlassen.

Urvertrauen ist also das Wichtigste, dass Du Deinem Kind vermitteln kannst. Das Gefühl, dass Du immer da bist, das es gehört wird und Du ihm/ ihr Deine ganze Aufmerksamkeit schenkst. Körperkontakt, Blickkontakt und Verlässlichkeit sind hier die wichtigsten Eigenschaften, die Du Deinem/r Kleinen vermittelt kannst.

Ließ doch auch: https://janinalaurien.com/dankbarkeit-und-wertschaetzung

Urvertrauen

Urvertrauen- der Schlüssel für ein zufriedenes Leben

Das Urvertrauen wird in den ersten sechs Lebensmonaten gebildet. In dieser Zeit ist Dein Kind angewiesen auf Deine Zuwendung, Aufmerksamkeit, Nahrung und Schlaf.

Und, seien wir ehrlich, sechs Monate ungeteilte Aufmerksamkeit können lang erscheinen, sind aber im Verhältnis zu dem, wie positiv sich das auf die Entwicklung Deines Kindes auswirkt, ein vergleichsweise geringer Aufwand.

Ließ auch hier zum Thema Urvertrauen nach: https://lexikon.stangl.eu/1932/urvertrauen/

Ich verstehe Eltern eines Schreikindes, die immer kurz davor sind , die Nerven zu verlieren. Es muss eine unglaublich belastende Zeit sein, die viele Nerven kostet und große Anspannung bringt. Für alle.

Ich hatte großes Glück, denn mein Sohn schrie selten, aber wenn er länger schrie, als gewöhnlich, war ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Wie muss das sein, wenn das kleine Menschchen einfach nicht aufhört?

Zum Glück, und das macht man sich in der Zeit kaum klar, hat diese Phase ja auch ein Ende.

Wir sind bei jedem kleinen Pieps zu unserem Kleinen gerannt und er konnte sich immer voll darauf verlassen, dass wir für ihn da sind. Vielleicht schrie er deshalb so selten und ist jetzt, mit vier Jahren ein erstaunlich kooperatives Kind. Urvertrauen kann das bewirken.

Es kann ja auch sein, dass das Baby Bauchschmerzen, Koliken oder andere Schmerzen hat. Und auch diesem Fall hilft es bestimmt, wenn seine/ihre Eltern bei ihm/ ihr sind und es umsorgen.

Hier in dieser PDF findest Du eine PowerPointPräsentation, in der die Themen “Folgen der Vernachlässigung” und “Vertrauen” prägnant und einfach beschrieben sind: https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/entw/inhalt/Vertrauen-Studium%20Generale.pdf

 

Diese Zeit dauert ja, wie schon gesagt, nicht ewig, denn Kinder werden wirklich schnell groß. Die Zeit verfliegt und sie werden immer selbstständiger.

Sei einfach im ersten Jahr Mutter, voll und ganz. So legst du den Grundstein für ein erfülltes Leben deines Kindes.

Fördere Dein Kind-fordere nicht!

Es gibt verschiedene Formen der Intelligenz, die wir unseren Kindern vermitteln können. Ich stelle sie hier in dieser Liste alle vor, möchte aber nur auf die emotionale Intelligenz eingehen, da wir als Eltern hier wirklich als Vorbilder fungieren können.

Urvertrauen

Formen der Intelligenz

Visuelle Intelligenz: ist die Macht der Voerstellungskraft, der Phantasie.

Emotionale Intelligenz: Die Kunst, Gefühle in sich und anderen zu erkennen und darauf einzugehen.

Logische Intelligenz: Die Gabe, Dinge in einen Zusammenhang zu setzen.

Verbale Intelligenz: Die sprachliche Begabung, andere Menschen zu überzeugen oder mitzureißen.

Kreative Intelligenz: Kreativität, Phantasie und Innovation zeichnen diese Menschen aus.

Physische Intelligenz: Die Beherrschung des eigenen Körpers

Emotionale Intelligenz ist deshalb so wichtig, als das sie nicht nur aus Empathie, Mitgefühl und Vertrauen besteht, sondern durch diese es einem Menschen möglich macht, seine Umwelt zu verstehen und danach zu handeln. Den Grundstein dafür kann das Urvertrauen sein.

Urvertrauen

Emotionale Intelligenz und Vertrauen

Fördere das Vertrauen Deines Kindes, zuallererst natürlich das Vertrauen in Dich!

Halte immer, was Du versprichst! So handhabe ich das bei uns. Und wenn es droht, zu scheitern? Setze ich Himmel und Erde in Bewegung, um meinen Sohn nicht zu enttäuschen. Auch nicht bei Kleinigkeiten! Er weiß, dass er sich auf das, was ich sage, verlassen kann.

Das ist sehr wichtig für mich, denn ein Kind wieder und wieder zu enttäuschen, kann keine guten Folgen haben. Und meist verspricht man doch nicht Himmel und Erde, sondern mehr Kleinigkeiten.

Das Entscheidende ist, dass mein Sohn sich sicher ist, wenn ich ihm etwas sage, dass es passieren wird. Er kann sich ohne Angst vor Enttäuschung auf meine Worte verlassen. Das macht ihn zu einem sehr ausgeglichenem Kind, dass auch versteht, wenn er etwas nicht bekommt. Und Vertrauen lernt.

Mitgefühl durch Urvertrauen

Was für mich auch im Umgang mit anderen Menschen unersetzlich ist, ist Mitgefühl. Was für eine wundervolle Eigenschaft, die das Verständnis und Miteinander so viel einfacher macht!

Wir waren letztens unterwegs mit der U-Bahn. In der Mittelebene saß ein Mann, der obdachlos ist und hielt einen Becher in der Hand. Als mein Sohn ihn sah, sagte er sofort:” Ich glaube, der Mann braucht ein bißchen Geld. Geben wir ihm was?” Ich hatte den Euro schon in der Hand und mein Sohn gab ihm dem Mann.

Mein Herz war in diesem Moment angefüllt mit Dankbarkeit, dass mein Kind sich um andere Menschen, die es nicht kennt, sorgt und keinerlei Berührungsängste hat. Immer wenn wir U-Bahn fahren, gebe ich den Leuten etwas, die mich darum bitten. Auch wenn ich nicht erkläre, was ich mache und warum, versteht mein Sohn, was los ist. Das bedeutet für mich emotionale Intelligenz!

Urvertrauen

Was bewirkt Urvertrauen?

Das gebildete Urvertrauen, dass Du Deinem Kind als größtes Geschenk mit auf seinem Weg durchs Leben gibst, hat so viele Gesichter: Dein Kind erfährt und gibt Dankbarkeit und Respekt. Es lernt, fürsorglich zu sein, Nähe zu geben und zu empfangen.

In seinem/ ihren späteren Leben wird es es einfacher haben, weil es durch Dein positives Verhalten selbstbewusst sein kann. Dein Kind wird eher in der Lage sein, ein positives Selbstwertgefühl und soziale Kompetenzen aufzubauen und somit mit dem Rüstzeug ausgestattet sein, ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben zu führen.

Ließ doch zum Thema auch: https://janinalaurien.com/selbstbewusstsein-und-positive-einstellung

Wenn Dein Kind älter wird, ist es natürlich auch wichtig, Grenzen aufzuzeigen. Wenn diese missachtet werden, ist es notwendig, dass das Kind die Konsequenzen trägt, denn so lernt es, Verantwortung für das, was es tut, zu übernehmen. Ein wichtiger Schritt!

Natürlich meine ich keine drakonischen Strafen oder überhaupt Strafen. Am Besten es wird vorher schon besprochen, was mögliche Konsequenzen sein können. So ist das Kind mit einbezogen und weiß, auf was es sich einlässt. So erscheint es nicht so sehr wie eine Strafe und Dein Kind ist bestimmt eher gewillt, gesetzte Grenzen zu respektieren.

Wie auch immer Erziehung für Dich aussieht, mach es so wie Du es für richtig hälst! Lass Dir von niemanden etwas einreden und gib Deinem Kind einfach Liebe, Nähe, Vertrauen und Respekt. Du wirst es zurückerhalten.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie, ob groß oder klein, alles Gute und viel Zeit und Freude zusammen. Keinen Augenblick kannst du zurückholen, also genießt jeden einzelnen!

Herzlichste Grüße

Janina

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