Umformulieren

Umformulieren ist eine der besten Möglichkeiten, das Gute zu finden. In jeder Situation bist Du so in der Lage, auch nicht so positiv scheinende Ereignisse oder Verhaltensweisen konkret positiv zu labeln. Und das hat zur Folge, dass Deine ganze Stimmung sich verbessert und Du lernst, mit Dir und anderen nicht so hart ins Gericht zu gehen.

Das Ziel beim Umformulieren ist, das gleiche mit anderen, positiven Worten zu sagen. Hin zu mehr Freundlichkeit und Verständnis und weg vom negativen Denken.

Umformulieren ist ein Weg, eine Lebenseinstellung, JA zu sich und anderen zu sagen. Und das macht das ganze Leben, das Umfeld und vor allem die eigenen Gedanken so viel angenehmer und besser.

Umformulieren – ein JA zu sich und anderen

Es gibt so viele Möglichkeiten, negativ gefärbte Worte durch postive zu ersetzen. Fangen wir am Anfang an: Was sind negative Formuliereungen?

Die negativen Modalverben beinhalten:

  • Müssen – Drückt starken, fremdem Zwang aus
  • Sollen – ist immer noch schwacher fremder Zwang
  • Dürfen – milder, fremder Zwang

Positive Möglichkeiten, mit sich zu sprechen sind:

  • Können – ist eine Sachaussage und somit Zwanglos
  • Wollen – zeigt den eigenen Willen, der wichtig ist
  • Mögen – das eigene Gefühl ist wichtig
  • Möchten – der eigene Wunsch ist wichtig
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Es gibt auch noch weitere Worte, die Dich in Deinem eigenen positiven Denken ausbremsen können. Die meisten bnutzen wir völlig ohne darüber nachzudenken und dennoch haben sie eine Wirkung auf die Einstellung zu Dingen oder Personen.

Das wohl häufigste Wort davon ist ABER. Dur ch die Verwendung von Aber nehmen wir meist unbewusst das vorher gesagte wieder zurück und relativieren dadurch eine eigentlich postive Aussage.

Zum Beispiel der satz: “Dein Testergebnis war gut, Aber Du hast nur 95 von 100 Punkten erreicht” erweckt zunächst einen positiven Anschein. Auf den zweiten Blick kann man jedoch erkennen, dass der ganze Satz eine stark negative Betonung aufweist.

Eine bessere, positive Lösung kann hier sein: “Dein Testergebnis war gut! Du hast 95 von 100 Punkten erreicht!” (Seien wir ehrlich 95 Punkte sind gut!).

Bei dem ersten Satz ist auch eine andere, geläufige Form der negativen Bedeutung von NUR zu finden. Nur ist in diesem Kontext auch eine Herabsetzung der geleisteten Arbeit und nicht förderlich für die positive Kommunikation. Derjenige der diesen ersten Satz hört, wird trotz seines guten Ergebnisses nicht zufrieden sein, sondern denken, dass seine Leistung eben nicht gut war.

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Umformulieren und Wertschätzung

Umformulieren hat auch etwas mit der Wertschätzung der anderen Person zu tun und ebenso, wenn es um die eigene innere Stimme geht, mit der eigenen Wertschätzung.

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Wer sich oder anderen immer wieder sagt, was nicht so gut war, hat kein gutes Selbstbild und wird deswegen auch vielleicht im Umgang mit den Mitmenschen auf Herausforderungen stoßen (Bitte beachten: auch Probleme ist so ein Wort, was schon einen negativen Anstrich hat, deswegen vermeide ich es, nicht nur hier sondern auch in meiner inneren wie auch äußeren Kommunikation).

Deshalb ist es für eine positive Grundeinstellung elementar, die Formulierungen der Wortwahl positiv zu färben. Das funktioniert auch ganz einfach! Es ist wie ein Training, dass Du beginnst. Am Anfang wird es nicht jedes mal klappen und Du kannst Dir wieder Vorwürfe machen, dass Du etwas nicht geschafft hast. Oder Du nimmst es einfach hin, dass es beim nächsten Mal schon funktionieren wird. Ganz ohne Stress.

Sei Unperfekt!

Denn das ist ja das Gute beim unperfekt sein: Das, was Dir dann wieder und wieder auffällt, wo Du Dein gesetztes Ziel nicht erreicht hast, lässt DIch lernen! Wenn Du Dich nicht daran erinnerst, dass Du wieder in alte Muster zurückgegangen bist, wie könntest Du sie dann Ändern?

Ein großer Anteil daran hat natürlich auch Deine Selstreflexion. Du kannst Dir immer wieder die Frage stellen, wie Du Deinen nächsten Satz postiv gestalten kannst.

Denn darum geht es: um die Neugestaltung Deiner Denkmuster! Wenn Du Deine Worte Umformulierst, so dass sie einen positiven Effekt haben, wirst Du merken, wie auch Deine negativen Glaubenssätze sich relativieren.

Das wirst Du vermutlich nicht von heute auf Morgen schaffen und das kann auch nicht Dein Anspruch sein. Ich meine, Du hast ja niemanden etwas zu beweisen! Diese Übung ist allein für Dich und Du bestimmst das Tempo.

Wenn Du Dich immer wieder im Umformulieren übst, wird es bald eine Gewohnheit werden und auf dem Weg dorthin macht es tatsächlich viel Spass, Dich selbst dabei zu “erwischen”, wie Du wieder ein Aber findest.

Mögliche Umformulierungen

  • Ersetze ABER durch Und

Es ist durchaus möglich, diese beiden Worte zu ersetzen. Denke an den Satz: “Ich liebe Dich, aber ich bin sauer auf dich!” Genauso kannst Du sagen: “Ich liebe Dich und bin sauer auf Dich!”

Das eine braucht das andere ja nicht auszuschließen. Das aber im ersten Satz ist eine Einschränkung des genannten ersten Gefühls, die nicht notwendig ist. im Zweiten Satz existieren einfach beide Gefühle gleichzeitig und dieser Satz bildet so eine realistischeres Abbild der eigentlichen Gefühle in so einer Situation. Allein diese kleine Umformulierung kann kleine Wunder bewirken.

  • Eigentlich…
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Eigentlich ist auch ein Wort der Einschränkung. “Ich wollte….ja eigentlich machen.”

Hierzu gibt es eine Menge Möglichkeiten:

  • Eigentlich wollte ich…
  • Eigentlich meinte ich…
  • Eigentlich dachte ich..

Ja, und warum hast Du es nicht gemacht, gesagt, gefragt?

Ein Satz, in dem das Wort Eigentlich vorkommt, ist substanzlos und überflüssig. Wenn Du es doch nicht gemacht hast, warum darauf hinweisen, dass Du ja wolltest und dennoch nicht gemacht hast? Konzentriere Dich lieber darauf, zu machen und nicht darüber zu reden, was du hättest tun wollen.

  • Nur

Nur ist ein Wort, der in Sätzen weggelassen werden kann, die bewerten. Denn das Wort nur hat meist eine einschränkende und herabsetzende Wirkung. Versuche, es doch einfach wegzulassen.

Positive Umformulierungen

Mit positiven Umformulierungen sagst Du Ja, zu Dir und zu anderen. Und das ist gar nicht so schwer: Versuche Einfach, das Positive an jeder Situation zu bemerken, sei achtsam mit Deinen Meinungen und Formulierungen. Versuche, die oben genannten Worte sparsam zu benutzen und mache daraus ein spaßiges Trainingsprogramm.

Je öfter Du Dich dabei ertappst, diese Worte zu benutzen, desto besser! Denn das heißt, dass Du Dich selbst aufmerksamer beobachtest und schon darauf achtest, wie Du sprichst.

Wenn Du mehr anregungen brauchst, schreib mich einfach an, ich helfe Dir gerne bei Deinem Vorhaben, das positive Umformuliern zu üben.

Gerne melde ich mich zeitnah auf Deine Fragen oder Anregungen oder Ergänzungen zurück.

Ich danke Dir für Dein Interesse und Deine Aufmerksamkeit und wünsche Dir viele Spass bei Deinem persönlichen Training!

Alles Liebe

Janina

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